Donnerstag, 12. Oktober 2017

Zentrale Plotfrage + Protagonist?

Wie finden die zentrale Plotfrage (Welche ist die bessere Welt um darin zu leben?) und die Protagonistin zusammen?

Im Moment möchte ich die Namen meiner Figuren noch nicht verraten, aber da ich es sehr anstrengend finde ständig mit "Die Protagonistin" usw. zu hantieren, werde ich hab jetzt mit ihren Anfangsbuchstaben arbeiten. Die Protagonistin wird ab jetzt "S." sein, die Outsiderin ab jetzt "Y.", obwohl mir da Outsiderin noch ganz gut gefällt. Das hat so was Rebellisches
.
Okay. S. sitzt also in ihrer kleinen, feinen Welt und denkt, dass alles in Ordnung ist. Sie ist zwar mit ihrem potentiellen Partner nicht wirklich glücklich (obwohl ich darüber nachgedacht habe.
Vielleicht ist der Mann gar nicht unsympathisch.
Vielleicht wäre das mit ihm sogar alles in Ordnung und die Beziehung würde systemkonform laufen. Vielleicht hilft er auf längere Sicht sogar S. und Y.
Wahrscheinlich muss ich da noch ein bisschen im Kopf herum probieren, was besser funktioniert. Wenn man einen weiteren Faktor hat, der S. aus ihrer heilen Welt herausschiebt und ihr selbst Zweifel an dem System kommen lässt, oder wenn das System durch seine Perfektion und "Richtigkeit" sie immer wieder in Bann zieht und eine Ablösung kaum zulässt?), aber stellt grundsätzlich das System nicht in Frage.

Jetzt stürzt auf einmal eine gegensätzliche Y. in ihr Leben. Die Verbundenheit ist zunächst dadurch gegeben, dass Y. sie vor dem Angriff durch einen weiteren Outsider rettet. Y. setzt damit ihre Loyalität gegenüber ihren eigenen Leuten aufs Spiel und riskiert, aus ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden.
S. bietet sofort ihre Hilfe an und nimmt Y. mit zu sich nach Hause (ihr Zukünftiger ist arbeiten oder anderweitig nicht zuhause) um ihre Verletzung zu versorgen. Natürlich stellt sich sehr schnell heraus, dass Y. eine Outsiderin ist, Y. gibt dies auch sofort zu und fragt, ob S. ihre unter diesem Umständen wirklich helfen will.
Hier steht S. das erste Mal vor der Wahl, ob sie sich mit der Außenwelt einlassen will oder nicht, aber sie ist hilfsbereit und nachdem ihr gerade das Leben gerettet wurde, denkt sie auch nicht allzu lange darüber nach und hilft Y.

Die beiden gehen also zu S. nach Hause und behandeln die Verletzung, ich stelle mir vor, dass Y. durch einen scharfen Gegenstand an der Schulter oder in der Rippengegend verletzt wurde und blutet.
Nachdem der größte Schreck überwunden ist und die Wunde unter Kontrolle, beginnen die beiden zu reden. Y. will am liebsten so schnell wie möglich wieder los, um den Vorfall mit dem anderen Outsider zu klären, aber sie kann nicht sofort weg. Hier bin ich noch nicht sicher, ob sie aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre nicht weg kann (vielleicht werden für einige Stunden die Türen abgeriegelt, oder können tatsächlich nur mit dem Chip passiert werden, um zu kontrollieren, wer die Ausgangssperre verletzt) oder aufgrund der Verletzung. Vielleicht ist es eine Mischung aus beidem, jedenfalls muss Y. bei S. in der Wohnung bleiben.

So also die erste Begegnung, im Groben gezeichnet.
Hierauf lernen die beiden sich etwas kennen. S. erfährt etwas vom Leben der Outsider, die in den Trümmern der alten Welt und im Tunnelsystem der Stadt leben. Durch Fragen und Erklärungen
die die beiden austauschen, werden die beiden auf die Missstände der jeweils „eigenen“ Welt aufmerksam und beginnen sich zu fragen, ob die bisherigen Annahmen über die „andere“ Welt überhaupt so ganz richtig waren.

So versuchen sie also gemeinsam herauszufinden, welches die bessere Welt ist und in welcher sie leben möchten.


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Überlegungen I

Ohje, ohje. Die kleine Luisa muss heute hungern , weil die Aufgaben heute relativ kurz zu beantworten waren. Was nun?
Bin heute auch wieder relativ müde und der ganze Abend verlief anders als gedacht. Das Badezimmer wartet immer noch darauf geputzt zu werden. Immerhin Haare färben hat heute geklappt.

In den letzten Tagen habe ich begonnen, mir Gedanken um die Begrifflichkeiten in meiner Geschichte zu machen. Momentan nutze ich: System, Outsiderin, Insiderin, Bewohner und weiß noch nicht, in welche Richtung diese Benennung gehen soll. Lateinische Wurzeln? Komplett ausgedachte Worte, die erahnen lassen, was sie bedeuten?

System - Ratio
Fremder - Aliener
Innerer - Internum
Bewohner - Habitans

Das wären die lateinischen Begriffe (aus dem Google-Übersetzer). Ganz schlecht finde ich die nicht, aber vielleicht muss ich da noch ein bisschen experimentieren und feilen. Vorschläge würde mir helfen... ich muss ganz bald mal wieder mit meiner liebsten Beraterin telefonieren...

Worüber ich noch nachgedacht habe, sind die Tiere der Protagonistin. Überraschenderweise (ahahahaha) möchte ich gern, dass diese zwei schmusige Katzen besitzt. Die beiden schlafen auch bei ihr im Bett und bilden eine Art Barriere zwischen ihr und ihrem Zukünftigen, den sie ja nicht mag. Vielleicht mag er ja auch die Katzen nicht - ohje das könnte ein echter Unsympath werden. Einen Namen habe ich für noch nicht. Ich halte mich immer so lange mit der Suche nach perfekten Namen für meine Charaktere auf, und für ungeliebte Charaktere finde ich es fast noch schwieriger, geeignete Namen zu finden. Vorschläge?

Eine Kollegin hat "Tristan" vorgeschlagen, das würde insofern passen, dass der Tristan aus den Gilmore Girls auch so ein Arsch ist.

Es tut mir leid Luisa - heute ist mit mir nichts Vernünftiges mehr anzufangen. Morgen gibt es neues Futter!

Die zentrale Plotfrage


Auch wenn man ein Buch schreibt, das nicht ein einziges Fragezeichen enthält – wenn es ein Roman ist, gibt es eine zentrale Plotfrage. Darum geht es. Diese eine Frage wird zu Beginn aufgeworfen und im Laufe der Geschichte beantwortet und definiert damit Anfang und Ende.
Die zentrale Plotfrage muss im Roman nicht direkt gestellt werden (auch wenn das oft hilft). Aber sie muss sich im Kopf des Lesers formen. Und als Autor solltest Du sie kennen.

Die zentrale Plotfrage dreht sich um die Welt. Welches ist die bessere Art zu leben? Wenn man seinen Bedürfnissen nach gefördert wird und sich entwickeln kann, dabei aber nur eine geringe Möglichkeit zur freien Wahl besitzt?
Oder ist es "besser" absolut frei zu sein und tun (und lassen) zu können was immer man möchte?
Die Vielfalt der Möglichkeiten kann manchmal zu erdrückend sein und man findet sich in einer passiven Starre wieder. Wer jedoch sein Leben vorgeschrieben bekommt und wenig bis keine Fehler machen darf, findet der den Weg zu sich selbst und entfaltet tatsächlich sein volles Potential? 

NaNo Germany

Frage 11: Fasse die Story deines Romanes in einem Satz zusammen.

Eine Fremde stellt das Leben und die ganze Welt der Protagonistin auf den Kopf und in Frage.
Vor 5 StundeFrage 11: Fasse die Story deines Romanes in einem Satz zusammen.

Dienstag, 10. Oktober 2017

NaNo Ger - Wer oder was zieht deinen Hauptcharakter in das Abenteuer?

Frage 10: Inciting Incident: Wer oder was zieht deinen Hauptcharakter in das Abenteuer?

Das ist heute eine einfach Frage zum Schluss. Sehr gut - ich bin schon ganz schön müde. Natürlich ist es die Outsiderin.
Sie stellt das Leben der Protagonistin auf den Kopf, weckt ihre Zweifel am System und zieht sie schließlich hinaus in die Welt.
Momentan stelle ich mir vor, dass die beiden sich das erste mal Treffen als die Protagonistin angegriffen wird - sehr wahrscheinlich durch einen Outsider, der sie bestehlen oder töten will (um an ihren Handgelenkchip zu kommen) und durch die Outsiderin gerettet wird.
Warum die Outsidern die Insiderin rettet, möchte ich an dieser Stelle noch nicht genauer verraten, jedoch wird sie bei der Auseinandersetzung verletzt und durch die Protagonistin versorgt. Natürlich dauert es nicht lange, bis sich heraus stellt, dass die Outsiderin nicht ins System gehört.
Statt der üblichen Narbe am Handgelenk, trägt sie an dieser Stelle eine Tätowierung, die sie als Outsidern kennzeichnet. Outsider, die schon einmal durch das System aufgegriffen wurden, werden so gekennzeichnet um sie leicht wieder zu erkennen und eine schnelle Identifizierung möglich zu machen.

Übertreibung


Wenn die Figur perfekt ist – genauso, wie Du sie haben willst – verändere noch eine Sache: Übertreibe einen Aspekt in ihrer Persönlichkeit, den noch niemand zuvor übertrieben hat. Oder gib ihr einen Drall.

Oye... schon wieder sowas Schwieriges. Ich bin noch nicht mal mit dem Durchdenken von gestern fertig. 
Aber Luisa verlang noch ein paar Wörter und ich mag mich an der Frage versuchen.

Die stärksten Eigenschaften, und vielleicht auch die, die sich am besten zur Übertreibung eigenen, sind wohl ihre Naivität, ihre Fähigkeit sich selbst zu belügen und ihre Abenteuerlust (die aber gerade anfangs noch schlummert). 
Dennoch gefällt mir hier die Idee, dass sie, wenn sie sich aus dem System heraus bewegt ihre Abenteuerlust übertrieben auslebt und dabei auch leichtsinnig wird. 
Außerhalb der Stadtmauern ist das Wetter unberechenbar, es gibt wieder wilde Tiere, reißende Flüsse mit Strömungen und allerhand Möglichkeiten sich zu verletzen. Besonders, wenn man sich nicht auskennt. 
Der Wandel ihrer Persönlichkeit soll mit jedem Kontakt, den sie mit der Outsiderin hat, stärker zum Tragen kommen. 
Grundsätzlich finde ich die die Idee der Übertreibung ganz gut, aber mir fehlt noch ein bisschen Fleisch an meiner Protagonistin. Ich muss sie beim Schreiben erst besser kennen lernen, aber ich werde diese Idee im Hinterkopf behalten und eventuell beim Überarbeiten oder während des Schreibens über diese Möglichkeit nachdenken.

***

Ich habe heute außerdem einmal ganz vorsichtig bei der Schreibgruppe nachgefragt, die ich ich vor einigen Tagen auf der NaNo-Seite entdeckt (und eine Beitrittsanfrage gestellt) hatte, ob sie mich vielleicht übersehen haben. Allmählich machte ich mir schon Gedanken, dass ich dort nicht erwünscht bin. 
Aber meine Bedenken waren (mal wieder) unbegründet. Tatsächlich ist meine Anfrage untergegangen und ich wurde sofort in die Gruppe, ins Forum und in die WhatsApp-Gruppe aufgenommen und herzlich begrüsst. 
Am Sonntag findet das nächste Treffen statt und ich wurde direkt eingeladen. 
Hoffentlich mache ich keinen Rückzieher und traue mich hin. Unterstützung und Gleichgesinnte kennen lernen ist bestimmt eine gute Sache, aber ich stelle mich ja manchmal so doof an mit Menschen... 
Zeit habe ich jedenfalls und momentan auch noch den festen Vorsatz dabei zu sein!

Sehnsüchtig warte ich auf meine Tastatur, aber das Klingeln heute Mittag stellte sich als totaler Blindgänger heraus. Keine Post, kein DHL, kein Hermes...
Aber wahrscheinlich tritt der Hermesbote sowieso bei der aktuellen Lieferung in Streik: Wir haben 108 Dosen Katzenfutter bestellt...



NaNo Ger - Status Quo

Frage 9: Status Quo: Beschreibe, wie deine Charaktere zu Anfang leben. Wie sieht die Welt und ihr Alltag aus?

Der Welt der Menschen ist durch das System durchorganisiert.
Kinder werden nach Genehmigung gezeugt (bei Wunsch durch künstliche Befruchtung) und verbleiben in den ersten Lebensjahren im Kreise ihrer Familie. Das Handgelenkimplantat und eine Gewebeprobe sind ihr Weg ins System. Jeder Mensch wird überwacht, insofern, dass der Aufenthaltsort erfasst wird und der Chip als Schlüssel, Ausweis und als Zahlungsmittel dient.
Zu der Grundbildung beginnen schon während der Schulzeit die Auswahlmöglichkeiten. Instrumente, Sprachen, Sportarten Handarbeiten usw. können (und müssen) ausgewählt werden, sodass die freie Zeit nicht vergeudet wird.
Die Laufbahn und die Aktivitäten der Menschen werden beobachtet, auch freiwillige Arbeiten und Praktika haben einen Einfluss auf die späteren Auswahlmöglichkeiten.
Je nach Begabung gibt es nach der Regelschulzeit die Möglichkeit zu studieren oder eine Ausbildung zu beginnen. Jeder muss zunächst einen Beruf erlernen oder ein Studium durchlaufen, bevor er eine Familie gründen darf.
Nach Ablauf der Regelschulzeit (12 Jahre - die "Kinder" sind dann 18 Jahre alt) werden die Menschen in Wohngruppen verteilt und teilweise aus ihrem Heimatsystem entfernt um selbstständiger zu werden.
Hier lebt man in gemischten Kleingruppen in Wohnheimen und lernt sein Leben selbst zu regeln. Die Einheiten sind der Ausbildung angepasst, sodass zusammen gelernt und gearbeitet werden kann. Freundschaften, die hier geschlossen werden halten oft ein Leben lang, da man häufig zusammen weiter arbeitet.
Nach Abschluss der Ausbildung oder des Studiums gibt es wieder eine Auswahl.
Wer eine Familie gründen möchte kann einen Partner beantragen, mit dem er dann für eine Kennenlernphase zusammenlebt und anschließt fest als Lebensgemeinschaft verbunden wird. nach einem Jahr können auch Kinder beantragt werden und der Kreis schließt sich.
 
Der Alltag eines Bewohners ist ebenfalls reglementiert. Die Arbeitszeit bestimmt hier hauptsächlich den Tagesablauf, es gibt Ruhezeiten in der Nacht und auch freie Zeit.
Diese kann im Grunde ganz nach Wunsch gestaltet werden. Ehrenamtliche Arbeit, Musizieren, Weiterbildung, Sport, Treffen mit Freunden und Arbeitskollegen, Kurse etc.
Es gibt Bücher (und Zeitungen) und Bibliotheken sowie Kinos, jedoch kein Fernsehprogramm. Nachrichten werden über fest installierte Radios übermittelt und die Bewohner sind angehalten diese täglich zu hören.
Computer werden hauptsächlich zur Kommunikation und Bildung genutzt, Videospiele gibt es nicht.
Regelmäßig finden Feste in der Stadt statt, an denen jeder teilnehmen darf. Es gibt keine klassische Wocheneinteilung mit 5 Tagen Arbeit und Wochenenden. Zwei freie Tage werden je nach Berufsstand verteilt. Urlaubszeiten dürfen in anderen Systemen, z.B. bei den Eltern im "Heimatsystem" verbracht werden.
Das Klima in den Systemstädten ist reguliert, es gibt nur wenig Wandel in den Jahreszeiten und in den Temperaturen. Zumeist ist "gar kein Wetter" - grauer Himmel, der genug Licht durchlässt um auf den landwirtschaftlichen Flächen Nahrung anbauen zu können, jedoch nicht so viel, dass sie Sonne die Haut schädigen könnte.

In der Nacht gibt es eine mehrstündige "Regenzeit" während der Ausgangssperre herrscht. Der Regen sei mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln angereichert, sodass ein Kontakt vermieden werden müsse.